Flüchtlinge…

Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz hat am 08.März in einem Interview mit Armin Wolf in der ZIB 2 davon gesprochen im Gegenzug zu geschlossenen Grenzen direkt vor Ort in Syrien den Ärmsten der Armen helfen zu wollen. https://youtu.be/wiBUStFw0xw?t=9m45s

Leider hat sich diese Ankündigung bisher als hohl herausgestellt und die Aussicht für Flüchtlinge wurde seitdem physisch wie seelisch immer schlimmer. Es ist offensichtlich in der Politik heute nicht mehr nötig, menschliche Grundsätze beizubehalten. Die Annahme Österreich wäre nicht in der Lage den Menschen zu helfen, entbehrt jeder Grundlage. Richtig ist, dass die Politiker nicht fähig sind, die richtigen Schritte zu setzen. Statt anderen europäischen Ländern als Vorbild voranzugehen, haben wir es zugelassen, dass unsere Politiker Menschen, die auf der Flucht vor genau dem Grauen sind, das sich in Brüssel zugetragen hat, im zu Stich lassen. Was wir zu erwarten haben, ist offensichtlich: Die von den jetzigen Maßnahmen betroffenen Menschen werden verzweifeln und im schlimmsten Fall dem Radikalismus anheimfallen. Wie, glauben wir, wird uns geholfen, wenn wir in Not sind? Glauben wir wirklich, uns könne nichts geschehen?

Panama Papers

Auf orf.at ist zu lesen “Offshore-Kanzlei schlägt zurück“. Der für mich wichtigste Satz dabei: “Der Öffentlichkeit fehle das Fachwissen, um die Arbeit von Firmen wie uns richtig einordnen zu können.”

Das finde ich schon stark. Fast wie Eltern die mit dem kleinen Kind schimpfen: “Das verstehst Du nicht.” Einige Male hörte ich von verschiedenen Journalisten die Frage: “Wozu braucht man diese Offshore Gesellschaften?” und ich habe bislang noch keine wirklich nachvollziehbare Antwort gehört. Im Ö1 Journal (Interview mit Martin Cruda) heute Mittag hieß es sinngemäß:

  • um Devisen freier zu disponieren (zur Zeit der Zentralbewirtschaftung für Exportunternehmen im Osten)
  • frei konvertierbare Währungen
  • Angst vor dem dritten Weltkrieg

Ich verstehe schon, was ich angeblich nicht verstehen kann…